Lobkultur – Wertschätzung sichtbar machen
An der Pina-Bausch-Gesamtschule wurde vor zwei Jahren eine systematische Lobkultur eingeführt, um positives Verhalten, Engagement und individuelle Lernfortschritte stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Grundlage ist die Überzeugung, dass gezielt eingesetztes, ehrliches Lob Motivation stärkt, Selbstvertrauen aufbaut und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Schulgemeinschaft fördert. Schülerinnen und Schüler erleben so, dass ihre Anstrengungen wahrgenommen werden und sie als wichtige Persönlichkeiten innerhalb unserer Schule zählen.
Dabei orientiert sich unser Ansatz an wissenschaftlichen Erkenntnissen, unter anderem an der Motivationsforschung von Carol Dweck. Sie zeigt, dass das Loben von Einsatz, Anstrengung und Lernprozessen nachhaltiger wirkt als das pauschale Loben von Begabung. So schaffen wir eine Kultur der Anerkennung, in der Kinder und Jugendliche sich gesehen, gestärkt und als Teil einer wertschätzenden Gemeinschaft erleben.
Ein fester Bestandteil dieser Arbeit ist der jährlich an die Kolleg:innen ausgegebene Lobordner mit vielfältigen Materialien für Lernzeiten, die Klassenratsstunde, den Eltern-Schüler:innen-Sprechtag, den Unterricht, unter Klassenarbeiten, für Zeugnisse sowie für individuelles Lob im Alltag. So werden auch kleine, oft übersehene Anstrengungen sichtbar gemacht und bewusst gewürdigt.
Ein sichtbares Element unserer Lobkultur ist zudem die Lobtafel im Klassenraum. Hier werden besondere Bemühungen, Rücksichtnahme und Entwicklungsschritte festgehalten - durch Lehrkräfte ebenso wie durch Schülerinnen und Schüler. So wird Wertschätzung konkret, sichtbar und zu einem selbstverständlichen Teil unseres schulischen Miteinanders.
Damit wird Schule zu einem Ort, an dem Leistung, Persönlichkeit und Gemeinschaft gleichermaßen wachsen können - ganz im Sinne einer wertschätzenden Pädagogik, die von allen gelebt, reflektiert und im gemeinsamen Handeln stetig weiterentwickelt wird.