Projektwoche
Gemeinsam Klasse sein
Projektwoche der EF: Lernen lernen – mit Kopf, Herz und Hand
In der Projektwoche stand für die Jahrgangsstufe EF das Thema „Lernen lernen“ im Mittelpunkt. Eine Woche lang beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Facetten des Lernens – von Motivation und Organisation bis hin zu praktischen Kompetenzen. Ziel war es, den eigenen Lernprozess besser zu verstehen und wirksame Strategien für den Schulalltag zu entwickeln.
Ein gelungener Auftakt mit „Radical – Señor Juárez und seine Klasse“
Zum Einstieg in die Projektwoche sahen die Schülerinnen und Schüler den Film „Radical – Señor Juárez und seine Klasse“. Der bewegende Film erzählt die Geschichte eines engagierten Lehrers in Mexiko, der mit unkonventionellen Methoden seine Schülerinnen und Schüler zum Denken, Forschen und Träumen anregt. Die anschließende Diskussion machte deutlich, wie entscheidend Motivation, Vertrauen und Freude am Lernen für den Lernerfolg sind – Themen, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Woche zogen.
Lernen in der Praxis
Am zweiten Tag stand eine Exkursion in die Stadtbibliothek auf dem Programm. Dort erhielten die Lernenden spannende Einblicke in die Recherchearbeit – sowohl online als auch vor Ort. Ein Vortrag zeigte, wie man gezielt Informationen findet, Quellen kritisch bewertet und Bibliotheksangebote sinnvoll nutzt. Viele waren überrascht, wie vielfältig und modern die Angebote der Bibliothek sind.
Im Verlauf der Woche ging es weiter mit unterschiedlichen Lern- und Übungsphasen:
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Beim digitalen Spiel „Einleben“ reflektierten die Schülerinnen und Schüler spielerisch über Entscheidungen, Lernstrategien und deren Auswirkungen.
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Ein gemeinsames Frühstück sorgte für eine angenehme Pause und förderte den Austausch in entspannter Atmosphäre.
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In Workshops zu Grundlagen im Fach Deutsch wurden unter anderem die Kommasetzung und die Strukturierung von Texten geübt.
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Mit einer digitalen Taskcard zum Thema Lernen lernen arbeiteten die Jugendlichen selbstständig an Aufgaben zu den Fragen: Welcher Lerntyp bin ich? und Wie kann ich meinen Lernalltag besser organisieren?
Lernen, das Leben retten kann
Ein besonderes Highlight war der Workshop zur Reanimation. Unter fachkundiger Anleitung lernten die Schülerinnen und Schüler, wie man in Notfällen schnell und richtig reagiert. Durch praktische Übungen konnten sie wichtige Schritte der Ersten Hilfe selbst ausprobieren – ein Lernerlebnis, das weit über den Unterricht hinausgeht.
Am Ende der Projektwoche zog die EF ein positives Fazit:
Die Woche bot nicht nur hilfreiche Tipps zum effektiven Lernen, sondern auch viele Denkanstöße, wie man Motivation, Verantwortung und Gemeinschaft in den Schulalltag integrieren kann.
Eine rundum gelungene Woche, die sicher bei vielen nachhaltig in Erinnerung bleibt!
Praktikum
Die grundlegenden Ziele der Projektwoche wurden im Vorfeld gemeinsam im Team erarbeitet und waren sehr vielfältig. Unser gemeinsames Anliegen war, dass das „Wir-Gefühl“ der Klassen gestärkt wird. Des Weiteren war uns natürlich wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Deutschkenntnisse erweitern und dies vor allem mit Spaß und durch künstlerische und kreative Betätigung in der Gruppe tun.
Um diese Ziele zu erreichen, boten wir unter der Leitung von Frau Weitz einen Graffiti-Workshop an. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten im Kunstraum und auf dem Schulhof. Die Teamlehrerinnen und Teamlehrer standen ihnen als Begleitung zur Hilfe, wenn es erforderlich war. Alle erstellten ihre eigenen Skizzen und Schablonen, schnitten diese aus und entwarfen eine Vorlage. Am nächsten Tag konnten sie dann ihre Entwürfe großflächig auf die Leinwände übertragen. Hierzu gab es erst einige Sprühübungen. Zusätzlich lernten die Schülerinnen und Schüler neue künstlerische Begriffe kennen.
Am Mittwoch fand ein Tanzworkshop statt, bei dem traditionelle Tänze vorgestellt wurden. Anfangs trauten sich viele Schülerinnen und Schüler eine aktive Teilnahme nicht zu. Aber um die Hemmschwelle zu überschreiten, spielten wir alle gemeinsam, auch wir Lehrerinnen, den Stopp-Tanz. Das machte allen sehr viel Spaß und half den Schülerinnen und Schülern sich zu öffnen. Danach stellten einige ihre Volkstänze und moderne Tanzarten (wie z. B. Breakdance) vor. Das schönste dabei war, dass alle dabei klatschten und sich zujubelten. Vor allem auch die Jugendlichen, die zunächst zurückhaltend waren und nicht so gern tanzen wollten.
Am Donnerstag war unser Kinotag. Wir schauten uns den Film „Plötzlich Familie“ an. Wie der Titel schon sagt, drehte sich das Thema um die Familie und viele weitere wichtige Aspekte. Die Tische wurden umgestellt, die Sonnenblenden heruntergefahren und Popcorn durfte natürlich auch nicht fehlen! Zwischendurch stoppten wir den Film, um Begriffe zu klären und sprachen über einzelne Szenen.
Am Freitag gab es zunächst ein gemeinsames gesundes Frühstück, weil einige Kinder nicht frühstücken oder oft nur ungesundes Essen mit in die Schule bringen. Nach dem Frühstück gab es verschiedene Gruppenspiele und abschließend wurde die Projektwoche reflektiert. Insgesamt kamen wir zu dem Ergebnis, dass wir alle gemeinsam sehr viel Spaß hatten. Aus Lehrersicht war diese Woche für uns sehr ertragreich. Wir hatten das Gefühl, dass alle etwas dazugelernt haben und das Zusammengehörigkeitsgefühl erkennbar gestärkt wurde.
Frau Balci-Biyik






